Liebe Freunde der Kinderorthopädie,

auf den Füssen stehen wir – sie sind sozusagen unser Fundament. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer lebenslangen Mobilität. Kein Wunder, gehören die Sorgen um echte oder vermeintliche Probleme mit den Füssen ihrer Kinder zu den häufigsten Gründen, weshalb Eltern den Rat eines Kinderarztes oder Orthopäden suchen. Vor 10 Jahren haben wir letztmals versucht, am 1. Basler Symposium für Kinderorthopädie konkrete Antworten auf solche Fragen zu finden. Vieles hat sich seither massiv verändert (man denke nur an die „kon-servative Revolution“ bei der Klumpfussbehandlung), manches ist gleich geblieben. Grund genug, den Blick zurück zu wagen und sich zu fragen, was sich denn zwischenzeitlich in unserem diagnostischen und therapeutischen Zugang und biomechanischen Verständnis geändert hat.

Bei einigen Problemen (Klumpfüsse, andere Missbildungen, neurogene Störungen) besteht eine eindeutige Behandlungsbedürftigkeit .Mit einer modernen Therapie lässt sich in aller Regel das Ziel erreichen, dass im Erwachsenenalter der Fuss belastungs- und leistungsfähig ist und keine behindernde Deformität vorhanden ist. Diesen Themen ist der Freitag gewidmet. Bekannte Experten aus der deutschsprachigen Vereinigung für Kinderorthopädie werden ihre Vorgehensweise darlegen. Es werden neueste Erkenntnisse vermittelt und es ist genügend Zeit für Diskussionen vorgesehen.

Am Samstag werden wir darüber hören, wie Füsse in einem anderen kulturellen Umfeld wahrgenommen werden und was für Behandlungen unter einfachsten Verhältnissen möglich und sinnvoll sind. Anschliessend werden wir über Themen sprechen, bei denen Behandlungs-bedürftigkeit nur in seltenen Fällen gegeben ist. Die Abgrenzung des Normalen vom Krankhaften bereitet oft Schwierigkeiten. Gerade diese Fälle sind aber in der Praxis häufig. Die Diskussionen werden anhand von Falldemonstrationen eingeleitet. Experten werden ihre Meinung äussern, und die Teilnehmer des Symposiums sind herzlich dazu eingeladen, an der Diskussion lebhaft teilzunehmen. Gerade dort, wo die Grenzen schwer zu erkennen sind, sind die Meinungen oft kontrovers.

Wir freuen uns, Sie wiederum in Basel begrüssen zu dürfen.

Basel, im Februar 2008

Prof. Dr. med. F. Hefti Prof. Dr. med. R. Brunner